Double exposure image of many business people conference group meeting on city office building in background showing partnership success of business deal. Concept of teamwork, trust and agreement.

Erfolgreiche Spin-Offs

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Im April 2013 beschloss Argos Wityu die Übernahme von vier Unternehmenseinheiten, von denen sich die Sage-Group trennen wollte. Sechs Jahre später wurden vier eigenständige Gesellschaften veräußert, die vom Know-How des Fonds profitiert hatten und auf die ihre Geschäftsführungen stolz waren. Äußerungen der CEOs Philippe Almouzni, I’Car Systems, sowie Françoise Farag, Salvia Développement, über die Zusammenarbeit mit Argos Wityu zeugen davon.

„Wir bei Argos haben eine gewisse Vorliebe für komplexe und zuweilen atypische Fälle. Wichtig für uns ist vor allem, dass Potenzial zu erkennen ist und die Assets gesund sind“, erklärt Karel Kroupa, Managing Partner des Investmentfonds. Das war bei den vier Unternehmenseinheiten, die im April 2013 von der Sage-Group übernommen wurden, definitiv der Fall (Akanea, Aytos, I’Car Systems und Salvia Développement). Die britische Softwareentwicklungsgruppe hatte sich entscheiden, sich künftig auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren: ERP-Software für kleine und mittlere Unternehmen.

4

100% eigenständige und unabhängige Gesellschaften

30% => 48%

Ausbau des Anteils der Vollzeitäquivalente im Bereich F&E

8

Build-Ups

+90%

Steigerung des Gesamtumsatzes innerhalb von 6 Jahren

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Ausgangssituation

  • Eine komplexe Situation mit vier parallel durchgeführten Spin-Offs: vier Unternehmenseinheiten mit jeweils starkem Potential aber Abhängigkeit von ihrer Muttergesellschaft
  • Profitable Gesellschaften mit hohen Umsätzen, aber begrenztem Wachstum, die nicht zum neuen strategischen Fokus ihrer Mutter passten
  • Starke Marktpositionen
  • Erfahrene und hochmotivierte Teams

Lösungsansatz

  • Aufbau von vier vollständig unabhängigen Unternehmen
  • Massive Investitionen in den Personalausbau, insbesondere im Bereich F&E
  • Build-up-Akquisitionen (insgesamt acht)
  • Wiederbelebung der Wachstumsdynamik der einzelnen Unternehmen auf dem französischen und/oder internationalen Markt
01

Vier parallele spin-offs

Das Ziel von Argos Wityu? Die strategische und operative Unabhängigkeit der Gesellschaften wiederherzustellen, die nicht mehr zur neuen Strategie der Sage Group passten.

„Wir haben parallel vier Spin-Offs vollzogen, wobei die jeweiligen Märkte der Unternehmen äußerst komplex und sehr heterogen waren,“ bestätigt Karel Kroupa. Er fügt hinzu, dass Argos Wityu der einzige Fonds war, der „in der Lage war, der Sage Group für die vier Unternehmenseinheiten ein Gesamtangebot zu unterbreiten. Andere potentielle Käufer hatten sich jeweils nur für eine einzige Unternehmenseinheit interessiert“.

Zum Zeitpunkt der Übernahme belief sich der Gesamtumsatz der drei aus Sage ausgegliederten Unternehmenseinheiten (ohne Akaéna) auf insgesamt 33 Mio. €. Sie beschäftigten in Frankreich und Spanien etwa 500 Mitarbeiter. Nach der Übernahme begann der Investmentfonds, in Zusammenarbeit mit den Führungsspitzen und Teams, gleichzeitig mit dem Aufbau der drei Gesellschaften (Mitarbeiter, Marken, Strategien, Marketing- sowie Personalabteilungen, IT-Systeme).

02

Zusammenarbeit mit einem fonds – nicht immer eine selbstverständlichkeit

Karel Kroupa erinnert sich, dass die Führungsteams der vier Unternehmen „einen Kurs einschlagen wollten, bei dem Weiterentwicklung und Wachstum im Mittelpunkt standen und nicht die operative Optimierung oder das Management von Margen. Das hat unsere Beziehungen deutlich vereinfacht.“

Allerdings war die Zusammenarbeit für die Führungsteams keine Selbstverständlichkeit, zumindest in der Anfangsphase. So fragte sich Françoise Farag, CEO von Salvia Développement, zum Zeitpunkt der Übernahme, „ob die Hochglanzbroschüren mit der Realität übereinstimmen würden“. Sie hatte bis dahin noch nie mit einem Fonds zusammengearbeitet und spricht von einem „Sprung ins Ungewisse.“ Salvia war im Gegensatz zu den anderen drei Gesellschaften eine Business Unit und hatte bis dahin nicht als eigenständige Gesellschaft firmiert. Die Zweifel wurden jedoch schnell ausgeräumt. „Argos war für uns die beste Option. Uns hätte kaum etwas Besseres passieren können. Argos ermöglicht es den Unternehmensteams, sich ohne Einmischung weiter zu entwickeln. Ich glaube, dieser Ansatz entspricht wirklich der DNA des Fonds.“

Auch Philippe Almouzni hatte bis dahin kaum Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit einem Fonds. Er gibt zu: „Ich hatte bis dahin keinerlei Erfahrungswerte mit Investmentfonds, und meine Vorstellung war alles andere als positiv. Ich betrachtete das Erscheinen von Argos also zunächst nicht gerade als eine wunderbare Chance.“ Doch wie auch Françoise Farag ließ Philippe Almouzni sich von den Fakten überzeugen. „Das Verhalten von Argos Wityu hat mich positiv überrascht“, versichert er. „Ich hatte es mit einem Fonds zu tun, der nicht sofort über die Optimierung des Ebita sprach, sondern der vielmehr die unterstützende Begleitung des Transformationsprozesses in meinem Unternehmen in den Vordergrund stellte. Das ist ein großer Unterschied.“

03

Innovation als wachstumstreiber

Argos Wityu investierte unter anderem umfangreich in Innovationen. So stieg der Anteil der Vollzeitbeschäftigten im Bereich F&E von 30 Prozent auf 48 Prozent. Der Altbestand an Softwareprodukten wurde modernisiert, und die Gesellschaften stellten verstärkt neue Talente ein, um neue Marktsegmente erobern zu können.

Der Investmentfonds und die CEOs bauten außerdem für die Markteinführung eines neuen SaaS-Angebots eine neue, von Sage unabhängige Hosting-Plattform auf. Gleichzeitig vollzogen sie den Übergang zu einem Software-Abomodell, um den Anteil der wiederkehrenden Umsätze zu erhöhen. Heute entfallen 70 Prozent des Gesamtumsatzes darauf.

„Wir haben viel Geld in F&E gesteckt, beispielsweise 2019 in eine Lösung für operatives Management für Bauträger,“ bestätigt Françoise Farag. „Als wir noch zur Sage-Group gehörten, hatte ich einmal meinem Vorstand ein externes Wachstumsprojekt vorgelegt, das man jedoch nicht als relevant ansah. Mit Argos konnten wir unserem externen Wachstum neue Dynamik verleihen. “

Die Ergebnisse ließen nicht lange auf sich warten.

04

Build-up beschleuniger die entwicklung

Argos Wityu unterstützt das organische Wachstum der Unternehmen. Zur Ergänzung ihres Angebotes wird ihnen aber ebenfalls der Zukauf anderer Unternehmen ermöglicht. Insgesamt wurden hier acht Build-Ups vollzogen.

Unter anderem übernahm I’Car Systems einen Softwareentwickler aus Lyon, Altimis, und später dessen spanische und portugiesische Vertriebsunternehmen. Den Höhepunkt der Zusammenarbeit zwischen Argos Wityu und I’Car Systems bildete im Jahr 2018 die Übernahme von Datafirst, dem wichtigsten Wettbewerber des Entwicklers. „Was mich bei der Zusammenarbeit mit den Teams von Argos besonders beeindruckt hat, ist deren Fähigkeit, Chancen unglaublich schnell zu erkennen und in kürzester Zeit erfolgswirksame Entscheidungen zu treffen,“ berichtet Philippe Almouzni. Mit dieser Transaktion verdoppelte das Unternehmen die Zahl seiner Mitarbeiter und seinen Umsatz. Zum Zeitpunkt der Weiterveräußerung an den Fonds Providence Strategic Growth im Sommer 2019 lag er bei 32,5 Mio. €.

Auch die drei anderen Unternehmen wurden schrittweise wieder veräußert. Akanea wurde nur sechs Monate nach seiner Übernahme an den Fonds Initiative & Finance verkauft. Der Fonds hatte bereits Interesse bekundet, als Argos Wityu die Übernahme der vier Unternehmen von Sage abschloss. Das spanische Unternehmen Aytos wurde im Dezember 2015 an die Gruppe Berger Levrault veräußert, nachdem der Umsatz innerhalb von zwei Jahren von zuvor 7,5 Mio. € auf 10,3 Mio. € gesteigert wurde.

Salvia Développement, das letzte von Argos Wityu veräußerte Unternehmen, folgte dem gleichen Wachstumspfad und übernahm unter anderem SRCI (2016) sowie Alteva (2018). Zum Zeitpunkt der Übernahme im Jahr 2013 generierte Salvia Développement einen Umsatz in Höhe von 11 Mio. €. Innerhalb von sechs Jahren wurde er nahezu verdoppelt. Bei dem im September 2019 angekündigten Weiterverkauf des Unternehmens an TSS, die europäische Tochtergesellschaft von Constellation Software, belief sich der Umsatz auf 20,8 Mio. €.

05

Vetrauensvolle zusammenarbeit führt zu positiven ergebnissen

„Uns ist es gelungen, einen Softwareentwickler mit hohem Potenzial aber starkem Fokus auf den Heimatmarkt, zu einem Marktführer in Frankreich mit echtem Entwicklungspotenzial in Europa zu transformieren“, lautet die Analyse von Philippe Almouzni. „Argos hat uns die Verwirklichung dieses ehrgeizigen Ziels ermöglicht. Der Fonds hat uns die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung gestellt, mit denen wir investieren und auf Entwicklungen rasch reagieren konnten.“

Ergänzend fügt er hinzu: „Bei Sage mussten wir für die Nutzung dieser Wachstumschancen geradezu kämpfen. Dabei war ich stets davon überzeugt, dass wir das Potenzial hatten, in Frankreich eine bedeutende Marktstellung zu erreichen und den europäischen Markt zu erobern.“

Diesem Fazit schließt sich auch Françoise Farag an. Sie erklärt: „Ich freue mich über das große Vertrauen, das uns Argos entgegengebracht hat. Die Teams von Argos haben uns begleitet und unterstützt, und wir konnten stets von ihren Erfahrungen profitieren. Auf persönlicher Ebene hat mir die Zusammenarbeit mit Argos ermöglicht, zahlreiche neue Fähigkeiten zu erwerben. Es lohnt sich durchaus, mit Fonds zusammen zu arbeiten, die gute Absichten haben.“

Sechs Jahre nach ihrem Erwerb durch Argos Wityu konnten die drei Unternehmen ihre Umsätze auf insgesamt 63 Mio. € steigern und damit auch die Strategie des Fonds bestätigen.

06

Stimmen der Unternehmen

Vorstandsvorsitzender von I’Car Systems

Philippe Almouzni

„Gleich beim ersten Meeting war ich vom Auftritt von Argos angenehm überrascht. Ich erlebte einen Fonds, der nicht von einem Business Plan sprach, sondern von einem „Transformationsprojekt“ für mein Unternehmen. Das ist ein großer Unterschied. […] Was mir besonders positiv auffiel, war die Fähigkeit der Teams, Chancen sehr schnell zu erkennen und in kürzester Zeit weit reichende Entscheidungen zu treffen. […] Uns ist es gelungen, einen Softwareentwickler mit hohem Potenzial und starker Präsenz auf seinem Heimatmarkt zu einem Marktführer in Frankreich entwickeln, der über ein echtes Entwicklungspotenzial in Europa verfügt. Argos hat es uns ermöglicht, dieses ehrgeizige Ziel zu verwirklichen, indem der Fonds uns die für Investitionen und rasche Maßnahmen erforderlichen Ressourcen zur Verfügung stellte.“

CEO von Salvia Développement

Françoise Farag

„Argos war für uns die beste Option. Uns hätte kaum etwas Besseres passieren können. Argos ermöglichte es den Teams, sich in und mit ihrem Unternehmen weiter zu entwickeln. Ich glaube, dass dieser Ansatz voll und ganz der DNA des Fonds entspricht. […] Argos ist es zu verdanken, dass wir unserem externen Wachstum neue Dynamik verleihen konnten. […] Ich freue mich über das große Vertrauen, das uns die Teams von Argos entgegengebracht haben. Sie haben uns begleitet und unterstützt, und wir konnten stets von ihrer Erfahrung profitieren. Auf persönlicher Ebene hat mir die Zusammenarbeit mit Argos ermöglicht, zahlreiche neue Fähigkeiten zu erwerben. Es lohnt sich durchaus, mit Fonds zusammen zu arbeiten, die gute Absichten haben. “

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Das ungewöhnliche Interview von Karel Kroupa,
Geschäftsführender Gesellschafter von Argos Wityu

 

 

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